HwO

Handwerksordnung

Gesetz zur Ordnung des Handwerks

Vom 17.9.1953

Neugefasst am 24.9.1998

Zuletzt geändert am 30.6.2017

Erster Teil
Ausübung eines Handwerks und eines handwerksähnlichen Gewerbes
Erster Abschnitt
Berechtigung zum selbständigen Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks
§ 1 § 2 § 3 § 4 § 5 § 5a § 5bVerfahren über eine einheitliche Stelle
Zweiter Abschnitt
Handwerksrolle
§ 6 § 7 § 7a § 7b § 8 § 9 § 10 § 11 § 12 § 13 § 14 § 15 § 16 § 17
Dritter Abschnitt
Zulassungsfreie Handwerke und handwerksähnliche Gewerbe
§ 18 § 19 § 20
Zweiter Teil
Berufsbildung im Handwerk
Erster Abschnitt
Berechtigung zum Einstellen und Ausbilden
§ 21 § 22 § 22a § 22b § 22c § 23 § 24
Zweiter Abschnitt
Ausbildungsordnung, Änderung der Ausbildungszeit
§ 25 § 26 § 27 § 27a § 27b § 27c
Dritter Abschnitt
Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse
§ 28 § 29 § 30
Vierter Abschnitt
Prüfungswesen
§ 31 § 32 § 33 § 34 § 35 § 35a § 36 § 36a § 37 § 37a § 38 § 39 § 39a § 40 § 40a
Fünfter Abschnitt
Regelung und Überwachung der Berufsausbildung
§ 41 § 41a
Sechster Abschnitt
Berufliche Fortbildung, berufliche Umschulung
§ 42 § 42a § 42b § 42c § 42d § 42e § 42f § 42g § 42h § 42i § 42j
Siebenter Abschnitt
Berufliche Bildung behinderter Menschen, Berufsausbildungsvorbereitung
§ 42k § 42l § 42m § 42n § 42o § 42p § 42q
Achter Abschnitt
Berufsbildungsausschuß
§ 43 § 44 § 44a § 44b
Dritter Teil
Meisterprüfung, Meistertitel
Erster Abschnitt
Meisterprüfung in einem zulassungspflichtigen Handwerk
§ 45 § 46 § 47 § 48 § 49 § 50 § 50a § 50b § 51
Zweiter Abschnitt
Meisterprüfung in einem zulassungsfreien Handwerk oder in einem handwerksähnlichen Gewerbe
§ 51a § 51b § 51c § 51d § 51e
Vierter Teil
Organisation des Handwerks
Erster Abschnitt
Handwerksinnungen
§ 52 § 53 § 54 § 55 § 56 § 57 § 58 § 59 § 60 § 61 § 62 § 63 § 64 § 65 § 66 § 67 § 68 § 69 § 70 § 71 § 71a § 72 § 73 § 74 § 75 § 76 § 77 § 78
Zweiter Abschnitt
Innungsverbände
§ 79 § 80 § 81 § 82 § 83 § 84 § 85
Dritter Abschnitt
Kreishandwerkerschaften
§ 86 § 87 § 88 § 89
Vierter Abschnitt
Handwerkskammern
§ 90 § 91 § 92 § 93 § 94 § 95 § 96 § 97 § 98 § 99 § 100 § 101 § 102 § 103 § 104 § 105 § 106 § 107 § 108 § 109 § 110 § 111 § 112 § 113 § 114(weggefallen) § 115 § 116
Fünfter Teil
Bußgeld-, Übergangs- und Schlußvorschriften
Erster Abschnitt
Bußgeldvorschriften
§ 117 § 118 § 118a
Zweiter Abschnitt
Übergangsvorschriften
§ 119* § 120 § 121 § 122 § 123 § 124 § 124a § 124b
Dritter Abschnitt
Schlußvorschriften
§ 125 Anlage AVerzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können (§ 1 Abs. 2) Anlage BVerzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können (§ 18 Abs. 2) Anlage Czu dem Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) Anlage Dzu dem Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) Art der personenbezogenen Daten in der Handwerksrolle, in dem Verzeichnis der Inhaber eines zulassungsfreien Handwerks oder handwerksähnlichen Gewerbes und in der Lehrlingsrolle Anhang EVAuszug aus EinigVtr Anlage I Kapitel V Sachgebiet B Abschnitt III (BGBl. II 1990, 889, 998)
Erster Teil
Ausübung eines Handwerks und eines handwerksähnlichen Gewerbes
Erster Abschnitt
Berechtigung zum selbständigen Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks

§ 1

(1) 1Der selbständige Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks als stehendes Gewerbe ist nur den in der Handwerksrolle eingetragenen natürlichen und juristischen Personen und Personengesellschaften gestattet. 2Personengesellschaften im Sinne dieses Gesetzes sind Personenhandelsgesellschaften und Gesellschaften des bürgerlichen Rechts.

(2) 1Ein Gewerbebetrieb ist ein Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks, wenn er handwerksmäßig betrieben wird und ein Gewerbe vollständig umfaßt, das in der Anlage A aufgeführt ist, oder Tätigkeiten ausgeübt werden, die für dieses Gewerbe wesentlich sind (wesentliche Tätigkeiten). Keine wesentlichen Tätigkeiten sind insbesondere solche, die

1. in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten erlernt werden können,
2. zwar eine längere Anlernzeit verlangen, aber für das Gesamtbild des betreffenden zulassungspflichtigen Handwerks nebensächlich sind und deswegen nicht die Fertigkeiten und Kenntnisse erfordern, auf die die Ausbildung in diesem Handwerk hauptsächlich ausgerichtet ist, oder
3. nicht aus einem zulassungspflichtigen Handwerk entstanden sind.
Die Ausübung mehrerer Tätigkeiten im Sinne des Satzes 2 Nr. 1 und 2 ist zulässig, es sei denn, die Gesamtbetrachtung ergibt, dass sie für ein bestimmtes zulassungspflichtiges Handwerk wesentlich sind.

(3) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Anlage A zu diesem Gesetz dadurch zu ändern, daß es darin aufgeführte Gewerbe streicht, ganz oder teilweise zusammenfaßt oder trennt oder Bezeichnungen für sie festsetzt, soweit es die technische und wirtschaftliche Entwicklung erfordert.