EMFV

Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern

Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder

Vom 15.11.2016 (BGBl. I S. 2531)

Zuletzt geändert am 30.4.2019 (BGBl. I S. 554)

Abschnitt 1
Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
§ 1Anwendungsbereich
Abschnitt 2
Gefährdungsbeurteilung; Fachkundige Personen; Messungen, Berechnungen und Bewertungen
§ 3Gefährdungsbeurteilung
Abschnitt 3
Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen; Festlegungen zum Schutz vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder
Unterabschnitt 1
Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen; allgemeine Festlegungen zum Schutz vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder
§ 5Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen für elektromagnetische Felder
Unterabschnitt 3
Besondere Festlegungen zum Schutz vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 0 Hertz bis 10 Megahertz
§ 10Besondere Festlegungen für die Überschreitung der unteren Auslöseschwellen für externe elektrische Felder im Frequenzbereich von 0 Hertz bis 10 Megahertz
Unterabschnitt 4
Besondere Festlegungen zum Schutz vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 100 Kilohertz bis 300 Gigahertz
§ 15Besondere Festlegungen für die Überschreitung der Auslöseschwellen für elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 100 Kilohertz bis 300 Gigahertz
Unterabschnitt 5
Besondere Festlegungen zum Schutz vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder bei medizinischen Anwendungen von Magnetresonanzverfahren
§ 18Besondere Festlegungen für die Überschreitung von Expositionsgrenzwerten bei medizinischen Anwendungen von Magnetresonanzverfahren
Abschnitt 4
Unterweisung der Beschäftigten; Beratung durch den Ausschuss für Betriebssicherheit
§ 19Unterweisung der Beschäftigten
Abschnitt 5
Ausnahmen; Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
§ 21Ausnahmen

Anhang 1

Physikalische Größen im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern


Die folgenden physikalischen Größen werden zur Beschreibung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern verwendet:

    1.
  • Die elektrische Feldstärke E ist eine Vektorgröße, die der Kraft entspricht, die auf ein geladenes Teilchen ungeachtet seiner Bewegung im Raum ausgeübt wird. Sie wird ausgedrückt in Volt pro Meter (V/m). Es muss zwischen der externen elektrischen Feldstärke Ee eines in der Umgebung auftretenden elektrischen Feldes und der internen elektrischen Feldstärke Ei, wie sie im Körper (in situ) infolge einer Exposition gegenüber der Umgebungsfeldstärke auftritt, unterschieden werden.
  • 2.
  • Die magnetische Feldstärke H ist eine Vektorgröße, die neben der magnetischen Flussdichte zur Beschreibung des magnetischen Feldes in jedem Raumpunkt dient. Sie wird ausgedrückt in Ampere pro Meter (A/m).
  • 3.
  • Die magnetische Flussdichte B ist eine Vektorgröße, aus der sich eine Kraft auf bewegte Ladungen ergibt; sie wird in Tesla (T) ausgedrückt. Die magnetische Flussdichte B und die magnetische Feldstärke H können in biologischem Material gemäß der Gleichung B = µ0 ·H mit µ0 = 4π · 10–7 · T · m · A–1 ineinander umgerechnet werden.
  • 4.
  • Die Leistungsdichte S ergibt sich aus dem Betrag des Kreuzproduktes von elektrischer Feldstärke E und magnetischer Feldstärke H. Sie wird ausgedrückt in Watt pro Quadratmeter (W/m2).
  • 5.
  • Die spezifische Absorption SA ist die je Masseneinheit biologischen Gewebes absorbierte Energie. Sie wird ausgedrückt in Joule pro Kilogramm (J/kg). In dieser Verordnung wird sie zur Festlegung von Grenzen für Wirkungen gepulster elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich von 0,3 GHz bis 6 GHz benutzt.
  • 6.
  • Die spezifische Absorptionsrate SAR ist die über den ganzen Körper oder Teile gemittelte Rate, mit der Leistung je Masseneinheit des Körpergewebes absorbiert wird; sie wird ausgedrückt in Watt pro Kilogramm (W/kg). Die Ganzkörper-SAR ist die physikalische Größe, um Wärmewirkungen zu einer Exposition von elektromagnetischen Feldern in Beziehung zu setzen. Neben der Ganzkörper-SAR sind lokale SAR-Werte notwendig, um übermäßige Energiekonzentrationen in kleinen Körperbereichen infolge besonderer Expositionsbedingungen zu bewerten und zu begrenzen.
  • 7.
  • Die elektrische Ladung Q ist die physikalische Größe, die zur Beschreibung von transienten Kontaktströmen verwendet und in Coulomb (C) ausgedrückt wird.
  • 8.
  • Der Kontaktstrom IK bezeichnet einen Strom, der beim Kontakt zwischen einem Beschäftigten und einem Gegenstand in einem elektromagnetischen Feld fließt. Er wird in Ampere (A) ausgedrückt. Beim Kontakt kann es zu einem transienten oder einem stationären Kontaktstrom kommen.
  • 9.
  • Der Strom durch die Gliedmaßen IG bezeichnet den Strom in den Gliedmaßen von Beschäftigten, die elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich von 10 MHz bis 110 MHz ausgesetzt sind infolge eines Kontakts mit einem Gegenstand in einem elektromagnetischen Feld oder infolge des Fließens kapazitiver Ströme, die in dem exponierten Körper induziert werden. Er wird in Ampere (A) ausgedrückt.
  • 10.
  • Die Entladungsenergie W ist die bei einem Entladungspuls eines Kontaktstroms übertragene Energie. Sie wird in Millijoule (mJ) ausgedrückt.

Von den genannten physikalischen Größen lassen sich die externe elektrische Feldstärke Ee, die magnetische Feldstärke H, die magnetische Flussdichte B, die Leistungsdichte S, die elektrische Ladung Q, der Kontaktstrom IK, der Strom durch Gliedmaßen IG sowie die Entladungsenergie W direkt am Arbeitsplatz des Beschäftigten messen.

Anhang 2

Nichtthermische Wirkungen: Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen für statische und zeitveränderliche elektrische und magnetische Felder im Frequenzbereich bis 10 MHz


    1.
  • Expositionsgrenzwerte
  • Tabelle A2.1
    Expositionsgrenzwerte für die magnetische Flussdichte B von statischen Magnetfeldern

    Maximalwert der magnetischen Flussdichte B (T)
    Sensorische Wirkungen
    (normale Arbeitsbedingungen)
    Sensorische Wirkungen
    (lokale Exposition von Gliedmaßen)
    Gesundheitliche Wirkungen
    (kontrollierte Arbeitsbedingungen)
    288
      Anmerkung 1:
    • Die Expositionsgrenzwerte in Tabelle A2.1 sind räumliche Maximalwerte für statische Magnetfelder zur Begrenzung der Wirkungen bei Beschäftigten, die in dem statischen Magnetfeld tätig werden. Wirkungen können insbesondere bei Bewegungen in den Bereichen mit hohen räumlichen Magnetfeldgradienten auftreten.
    • Anmerkung 2:
    • Bei Tätigkeiten in einem statischen Magnetfeld mit einer magnetischen Flussdichte B bis 2 T sind die Expositionsgrenzwerte für sensorische Wirkungen nach Tabelle A2.4 für normale Arbeitsbedingungen im Frequenzbereich bis 10 Hz eingehalten.
    • Anmerkung 3:
    • Ist bei Tätigkeiten in einem statischen Magnetfeld mit einer magnetischen Flussdichte B bis 8 T die Exposition nur auf die Gliedmaßen beschränkt, so sind die Expositionsgrenzwerte für sensorische Wirkungen nach Tabelle A2.4 im Frequenzbereich bis 10 Hz eingehalten.
    • Anmerkung 4:
    • Bei Tätigkeiten in einem statischen Magnetfeld mit einer magnetischen Flussdichte B bis 8 T sind die Expositionsgrenzwerte für sensorische und gesundheitliche Wirkungen nach Tabelle A2.3 im Frequenzbereich bis 10 Hz nur für kontrollierte Arbeitsbedingungen eingehalten.
  • Tabelle A2.2
    Expositionsgrenzwert für die externe elektrische Feldstärke Ee von statischen elektrischen Feldern

    Maximalwert der externen elektrischen Feldstärke Ee (V/m)
    2,82 · 104
      Anmerkung:
    • Der Expositionsgrenzwert in Tabelle A2.2 ist ein räumlicher Maximalwert für statische elektrische Felder zur Begrenzung der Wirkungen bei Beschäftigten, die in dem statischen elektrischen Feld tätig werden.
  • Tabelle A2.3
    Expositionsgrenzwerte der internen elektrischen
    Feldstärke Ei für gesundheitliche Wirkungen im Frequenzbereich bis 10 MHz

    FrequenzbereichSpitzenwert der internen elektrischen Feldstärke Ei (V/m)
    0 Hz < f < 3 kHz1,1
    3 kHz f 10 MHz0,38 · 10–3 · f
      Anmerkung 1:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
    • Anmerkung 2:
    • Die Expositionsgrenzwerte der internen elektrischen Feldstärke Ei für gesundheitliche Wirkungen sind räumliche Maximalwerte im Körper von Beschäftigten.
  • Tabelle A2.4
    Expositionsgrenzwerte der internen elektrischen
    Feldstärke Ei für sensorische Wirkungen im Frequenzbereich bis 400 Hz

    FrequenzbereichSpitzenwert der internen elektrischen Feldstärke Ei (V/m)
    0 Hz < f < 25 Hz0,07
    25 Hz f 400 Hz2,8 · 10–3 · f
      Anmerkung 1:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
    • Anmerkung 2:
    • Die Expositionsgrenzwerte der internen elektrischen Feldstärke Ei für sensorische Wirkungen in Tabelle A2.4 sind räumliche Maximalwerte im Kopf von Beschäftigten.
  • Tabelle A2.5
    Expositionsgrenzwerte für kontinuierliche Kontaktströme IK bei greifendem Kontakt

    FrequenzSpitzenwert des stationären zeitveränderlichen Kontaktstroms IK (mA)
    Bis 3 kHz5
    3 kHz f < 45 kHzf / 600
    45 kHz f < 100 kHz75
    100 kHz f 10 MHz75
      Anmerkung 1:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
    • Anmerkung 2:
    • Durch den greifenden Kontakt wird die Kontaktfläche größer als bei berührendem Kontakt.
  • Tabelle A2.6
    Expositionsgrenzwerte für den Entladungspuls eines Kontaktstroms

    Maximale übertragene Entladungsenergie W (mJ)Maximale übertragene Ladung Q (µC)
    35050
  • 2.
  • Auslöseschwellen
  • Tabelle A2.7
    Auslöseschwellen für externe elektrische Felder im Frequenzbereich von 0 Hz bis 10 MHz

    FrequenzbereichSpitzenwert der externen elektrischen Feldstärke Ee (V/m)
    Untere AuslöseschwelleObere Auslöseschwelle
    0 Hz f < 25 Hz2,82 · 1042,82 · 104
    25 Hz f < 50 Hz7,07 · 105 / f2,82 · 104
    50 Hz f < 1,635 kHz7,07 · 105 / f1,41 · 106 / f
    1,635 kHz f < 3 kHz7,07 · 105 / f8,62 · 102
    3 kHz f 10 MHz2,36 · 1028,62 · 102
      Anmerkung 1:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
    • Anmerkung 2:
    • Die Auslöseschwellen für die Exposition gegenüber elektrischen Feldern stellen die gemessenen oder berechneten räumlichen Maximalwerte am Arbeitsplatz von Beschäftigten dar.
    • Anmerkung 3:
    • Zur Vereinfachung der im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 durchzuführenden Bewertung der Exposition können Mess- oder Berechnungsverfahren mit definierter räumlicher Mittelung nach dem Stand der Technik angewendet werden.
  • Tabelle A2.8
    Auslöseschwellen für magnetische Felder im Frequenzbereich von 0 Hz bis 10 MHz

    FrequenzbereichSpitzenwert der magnetischen Flussdichte B (T)
    Untere
    Auslöseschwelle
    Obere
    Auslöseschwelle
    Auslöseschwelle
    für die Exposition
    von Gliedmaßen
    0 Hz f < 0,0175 Hz228
    0,0175 Hz f < 0,1575 Hz35 · 10–3 / f28
    0,1575 Hz f < 0,21 Hz35 · 10–3 / f21,26 / f
    0,21 Hz f < 25 Hz35 · 10–3 / f0,42 / f1,26 / f
    25 Hz f < 300 Hz1,4 · 10–30,42 / f1,26 / f
    300 Hz f < 3 kHz0,42 / f0,42 / f1,26 / f
    3 kHz f 10 MHz0,14 · 10–30,14 · 10–30,42 · 10–3
      Anmerkung 1:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
    • Anmerkung 2:
    • Die Auslöseschwellen für die Exposition gegenüber magnetischen Feldern stellen die gemessenen oder berechneten räumlichen Maximalwerte am Arbeitsplatz von Beschäftigten dar.
    • Anmerkung 3:
    • Zur Vereinfachung der im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 durchzuführenden Bewertung der Exposition können Mess- oder Berechnungsverfahren mit definierter räumlicher Mittelung nach dem Stand der Technik angewendet werden.
  • Tabelle A2.9
    Auslöseschwellen für Kontaktströme IK bei berührendem Kontakt

    FrequenzSpitzenwert des stationären zeitveränderlichen Kontaktstroms IK (mA)
    Bis 3 kHz1
    3 kHz f < 45 kHzf / 3 000
    45 kHz f < 100 kHz15
    100 kHz f 10 MHz15
      Anmerkung:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
  • Tabelle A2.10
    Auslöseschwellen der magnetischen Flussdichte B bei
    statischen Magnetfeldern für die Beeinflussung von implantierten aktiven
    oder am Körper getragenen medizinischen Geräten, z. B. Herzschrittmacher

    Magnetische Flussdichte B (mT)
    Untere AuslöseschwelleObere Auslöseschwelle
    0,51
  • Tabelle A2.11
    Auslöseschwellen der magnetischen Flussdichte B
    für die Projektilwirkung von ferromagnetischen Gegenständen
    im Streufeld von Anlagen mit hohen statischen Magnetfeldern (> 100 mT)

    Magnetische Flussdichte B (mT)
    Untere AuslöseschwelleObere Auslöseschwelle
    aktiv geschirmte Magnetesonstige Magnete
    33060

Anhang 3

Thermische Wirkungen: Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen für zeitveränderliche elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 100 kHz bis 300 GHz


    1.
  • Expositionsgrenzwerte
  • Tabelle A3.1
    Expositionsgrenzwerte der spezifischen
    Absorptionsrate SAR für gesundheitliche Wirkungen
    von elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich von 100 kHz bis 6 GHz

    Expositionsgrenzwerte für gesundheitliche WirkungenSpezifische Absorptionsrate SAR (W/kg)
    Ganzkörpermittelwert der SAR0,4
    Lokale SAR-Wärmebelastung für Kopf und Rumpf10
    Lokale SAR-Wärmebelastung für Gliedmaßen20
      Anmerkung 1:
    • Die SAR-Werte sind über ein Sechs-Minuten-Intervall zu mitteln.
    • Anmerkung 2:
    • Lokale SAR-Werte sind über 10 g eines beliebigen zusammenhängenden Körpergewebes zu mitteln.
  • Tabelle A3.2
    Expositionsgrenzwert der Leistungsdichte S
    für gesundheitliche Wirkungen bei Exposition gegenüber
    elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich von 6 GHz bis 300 GHz

    FrequenzbereichExpositionsgrenzwert der Leistungsdichte S (W/m2)
    6 GHz f 300 GHz50
      Anmerkung:
    • Die Leistungsdichte wird über jedes Flächenelement von 20 cm2 gemittelt. Die maximale örtliche Leistungsdichte, gemittelt über 1 cm2, darf das 20-fache des Wertes von 50 W/m2, also 1 kW/m2, nicht überschreiten. Leistungsdichten im Frequenzbereich von 6 GHz bis 10 GHz werden über Sechs-Minuten-Intervalle gemittelt. Oberhalb von 10 GHz wird die Leistungsdichte über ein beliebiges Zeitintervall von jeweils 68/f1,05-Minuten gemittelt (wobei f die Frequenz in GHz ist).
  • Tabelle A3.3
    Expositionsgrenzwert der lokalen spezifischen
    Energieabsorption SA für sensorische Wirkungen von gepulsten
    elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich von 0,3 GHz bis 6 GHz (Mikrowellenhören)

    FrequenzbereichExpositionsgrenzwert der lokalen
    spezifischen Energieabsorption SA (mJ/kg)
    0,3 GHz f 6 GHz10
      Anmerkung 1:
    • Die zu mittelnde Gewebemasse für lokale SA beträgt 10 g.
    • Anmerkung 2:
    • Die sensorische Wirkung des Mikrowellenhörens kann nur bei Pulsbreiten kleiner als 30 µs auftreten.
  • 2.
  • Auslöseschwellen
  • Tabelle A3.4
    Auslöseschwellen für elektromagnetische
    Felder im Frequenzbereich von 100 kHz bis 300 GHz

    FrequenzbereichEffektivwert der
    elektrischen Feldstärke
    E (V/m)
    Effektivwert der
    magnetischen Feldstärke
    H (A/m)
    Mittelwert
    der Leistungsdichte
    S (W/m2)
    100 kHz f < 1 MHz6141,63 · 106 / f
    1 MHz f < 10 MHz614 · 106 / f1,63 · 106 / f
    10 MHz f < 400 MHz61,40,16310
    400 MHz f < 2 GHz3,07 · 10–3 · f8,14 · 10–6 · f25 · 10–9 ·f
    2 GHz f < 300 GHz137,30,36450
      Anmerkung 1:
    • f ist die Frequenz in Hertz (Hz).
    • Anmerkung 2:
    • Die Auslöseschwellen für E, H und S werden bis 10 GHz über ein Sechs-Minuten-Intervall gemittelt. Über 10 GHz werden die Auslöseschwellen für E, H und S über ein beliebiges Zeitintervall von jeweils 68/f1,05-Minuten gemittelt (wobei f die Frequenz in GHz ist).
    • Anmerkung 3:
    • Die Leistungsdichte wird über ein beliebiges exponiertes Flächenelement von 20 cm2 gemittelt. Die maximale örtliche Leistungsdichte, gemittelt über 1 cm2, sollte das 20-fache des Wertes von 50 W/m2, also 1 kW/m2, nicht überschreiten.
    • Anmerkung 4:
    • Bei Hochfrequenzpulsen im Frequenzbereich zwischen 100 kHz und 10 MHz berechnen sich die Spitzenwerte für die elektrischen Feldstärken E durch Interpolation des 1,5-fachen Wertes der Auslöseschwelle bei 100 kHz und des 32-fachen Wertes bei 10 MHz in Tabelle A3.4. Bei Frequenzen über 10 MHz überschreitet die über die Impulsbreite gemittelte Leistungsdichte Seq nicht das Tausendfache der Auslöseschwellen oder die Feldstärken nicht das 32-fache der entsprechenden Auslöseschwellen.
    • Anmerkung 5:
    • Zur Vereinfachung der im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 durchzuführenden Bewertung der Exposition können Mess- oder Berechnungsverfahren mit definierter räumlicher Mittlung nach dem Stand der Technik angewendet werden.
  • Tabelle A3.5
    Auslöseschwellen für stationäre Kontaktströme IK und
    induzierte Ströme durch die Gliedmaßen IG im Frequenzbereich von 100 kHz bis 110 MHz

    FrequenzbereichEffektivwert des stationären
    zeitveränderlichen Kontaktstroms
    IK (mA)
    Effektivwert des induzierten
    Stroms durch eine beliebige Gliedmaße
    IG (mA)
    100 kHz f < 10 MHz40
    10 MHz f 110 MHz40100
      Anmerkung:
    • Die Auslöseschwellen IK und IG werden jeweils über ein Sechs-Minuten-Intervall gemittelt.

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